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Verhaltensintegration des MCP-Lerncoaches

Stand: 30. Juli 2026

Status: lebendes, normatives Leitdokument und übergreifende Produktaufgabe

Kurzname: Coach-Verhaltensintegration

1. Auftrag

Die große Aufgabe ist nicht mehr, einzelne SkillPilot-Funktionen irgendwie über MCP erreichbar zu machen. Sie lautet:

Aus Backend, Skill-Graph, Lernzustand, MCP-Vertrag und Provider-Modell wieder einen zusammenhängenden, verlässlichen und für Lernende natürlichen Coach zu bilden.

Der frühere Custom-GPT-Coach ist dafür die beobachtete Verhaltensbaseline. Die bewährten deutschen Inhalte unter ai/openai custom gpt sind der Migrationskorpus für den künftigen Coach-Skill. Seine technische Architektur, alte Action-Methoden und insbesondere das sichtbare Relay-Protokoll werden nicht zurückgebaut. Wiederhergestellt werden sollen die Qualitäten, die aus Sicht der lernenden Person entscheidend waren:

  • ein natürlicher Einstieg statt technischer Bedienung;
  • korrektes Verstehen mehrteiliger Wünsche;
  • ein passender Lernumfang und Fokus;
  • wenige, aber richtige Rückfragen;
  • fachlich konsistentes Coaching über viele Dialogzüge;
  • faire Bewertung, Verified Recall und strenger Prüfungsmodus;
  • robuste Wiederaufnahme nach Reload, langem Dialog oder Kontextverlust.

Die aktuelle MCP-Lösung ist technisch weit fortgeschritten, aber noch nicht verhaltensgleich rund. Eine erfolgreiche OAuth-Verbindung, ein gültiger MCP-Vertrag, vorhandene Tools oder eine technisch vollständige Zuordnung der früheren Knowledge-Regeln beweisen noch keine Endnutzerparität.

Dieses Dokument hält den Nordstern, die allgemeinen Verhaltensregeln, die offenen Integrationsfelder und die Abnahmeform fest. Einzelne Testergebnisse werden daran eingeordnet. Einzelfehler sollen zu allgemeinen Verbesserungen führen, nicht zu curricularen Sonderregeln.

2. Geltungsbereich und Verhältnis zu anderen Dokumenten

Dieses Dokument ist die führende Quelle für das zusammenhängende sichtbare Verhalten des mehrsprachigen MCP-Lerncoaches und für dessen End-to-End-Abnahme.

Die folgenden Dokumente bleiben für ihre engeren Themen maßgeblich:

Dabei gilt:

„Knowledge-Parität“ bedeutet zunächst, dass jede frühere Regel einem wirksamen technischen Ort zugeordnet ist. „Verhaltensparität“ ist erst erreicht, wenn die vollständigen Nutzerreisen mit realem Modellverhalten reproduzierbar funktionieren.

3. Erfolgsbild aus Sicht der lernenden Person

Eine lernende Person soll nicht wissen müssen, wie OAuth, MCP, Toolargumente, Kontextprojektion oder Lernsessionen funktionieren. Sie soll:

  1. in SkillPilot auf Lernen starten klicken;
  2. in einem neuen Chat mit bereits eingetragener Startnachricht landen;
  3. ihren Lernwunsch natürlich formulieren können;
  4. kurz erfahren, welcher Kontext bereits feststeht;
  5. nur nach den tatsächlich noch offenen Angaben gefragt werden;
  6. anschließend am richtigen Ziel im richtigen Modus lernen;
  7. nach Unterbrechungen verlässlich dort fortsetzen können.

Ein Einstieg wie „Hessen, Mathe LK“ darf daher nicht zu einer starren Dialogkette „Bundesland → Fach → Stufe → Kurs → Jahr“ führen. Der Coach muss alle eindeutigen Angaben als fortgeltende Absicht verstehen, die dazu passenden aktuellen Backendoptionen nacheinander anwenden und nur die nicht ableitbaren Restentscheidungen erfragen. LK beziehungsweise GK ist dabei immer das Profil eines konkreten Fachkurses: Eine lernende Person kann beispielsweise gleichzeitig Mathematik LK und Physik GK belegen. Das Kursprofil bestimmt weder allein die Lernstufe noch das Dauer- oder Jahrgangsmodell. Wenn Lernstufe, G8/G9, Jahrgang oder Phase fachlich offen bleiben, sind genau diese Rückfragen richtig.

Die lernende Person sieht dabei eine kurze fachliche Orientierung, zum Beispiel:

Du lernst im Curriculum Gymnasium (DE). Hessen und Mathematik LK sind bereits gewählt. Möchtest du nur in der Sekundarstufe II lernen oder auch Stoff aus der Sekundarstufe I einbeziehen? Gilt für dich G8 oder G9?

Die Formulierung darf variieren. Kontext, offene Entscheidung und fachliche Bedeutung müssen korrekt sein.

4. Nicht verhandelbare Invarianten

Diese Regeln dürfen durch die Coach-Migration nicht verändert werden:

4.1 Backend und Skill-Graph

  • Der jüngste erfolgreich geladene Backendzustand ist die einzige Autorität.
  • Der Coach erfindet keine Curricula, Ziele, Optionen, Zustände, Fortschrittswerte oder erfolgreichen Mutationen.
  • Lernziele besitzen global eindeutige IDs. Mastery gehört zum Lernziel und bleibt gleich, auch wenn dasselbe Ziel in mehreren Curricula oder Ansichten wiederverwendet wird.
  • requires bestimmt didaktische Voraussetzungen, contains die Komposition. Ein Motivationsziel ist nur dann Voraussetzung anderer Ziele, wenn der Skill-Graph dies tatsächlich ausdrückt.
  • Frontier und Empfehlungen werden erst nach korrekt festgelegtem Lernumfang und Fokus bestimmt.

4.2 Appbindung und Lernsession

  • OAuth authentisiert die fest konfigurierte App gegenüber SkillPilot.
  • Jeder Klick auf Lernen starten erzeugt in genau diesem Augenblick eine neue, absolut 24 Stunden gültige Lernsession für die in der SkillPilot-UI gewählte SkillPilot-ID. Auch dieselbe SkillPilot-ID erhält bei einem neuen Start eine neue Lernsession.
  • Die Lernsession ist von OAuth getrennt. OAuth allein wählt keinen Lernenden und erzeugt keine Lernsession.
  • SkillPilot trägt die Lernsession automatisch in die Startnachricht ein. Das Modell übernimmt sie unverändert in jeden fachlichen MCP-Aufruf. Die lernende Person muss sie weder kopieren noch verstehen.
  • Eine Lernsession aus einer älteren Startnachricht darf nicht für einen neuen Start verwendet werden.

4.3 Nutzerkommunikation

  • Keine Tool-, API-, JSON- oder Feldnamen in normalen Antworten.
  • Keine permanenten SkillPilot-IDs, OAuth-Tokens oder Client-Secrets im Chat.
  • Keine technische Bedienhandlung, wenn SkillPilot sie automatisieren kann.
  • Keine Erfolgsaussage vor einem bestätigten Backendresultat.
  • Im Prüfungsmodus gibt es keine Hinweise und keine Rückfragen.

5. Das allgemeine Coach-Verhaltensmodell

Der Coach benötigt kein wachsendes Bündel aus Spezialfällen, sondern einen allgemeinen, zustandsgebundenen Entscheidungszyklus.

5.1 Der Zyklus

Bei Einstieg, Wiederaufnahme, Unsicherheit, möglicher Kompaktierung oder nach einer Mutation gilt:

  1. Lernsession übernehmen
    Die Lernsession kommt ausschließlich aus der aktuellen SkillPilot- Startnachricht.
  2. Frischen Zustand laden
    Curriculum, Personalisierung, Lernumfang, Fokus, aktives Ziel, Frontier, Modus und Fortschritt werden nicht aus Gesprächserinnerung rekonstruiert.
  3. Bestätigten Kontext bilden
    Der Coach unterscheidet klar zwischen bereits bestätigtem Zustand, aktuellen Backendoptionen und bloßer Nutzerabsicht.
  4. Gesamte Nutzerabsicht auswerten
    Mehrere Angaben gelten unabhängig von Reihenfolge und Wortlaut als fortgeltende Absicht.
  5. Eindeutige nächste Option semantisch zuordnen
    Nur eine Option des jüngsten Zustands darf mutiert werden. Die Zuordnung erfolgt nach Bedeutung, nicht nach zufälliger Position oder Wortgleichheit.
  6. Genau eine erlaubte Mutation ausführen
    Keine spätere Auswahl wird vorweggenommen und keine ID konstruiert.
  7. Unmittelbar frisch laden
    Nach jeder Mutation ist ausschließlich der neue Backendzustand gültig.
  8. Absicht erneut auf den neuen Zustand anwenden
    Solange genau ein nächster Schritt eindeutig ist, wird der Zyklus ohne unnötige Zwischenfrage fortgesetzt.
  9. Nur echte Restmehrdeutigkeit erfragen
    Alle offenen, zusammengehörigen Angaben werden möglichst gemeinsam und mit dem bereits bestätigten Kontext erfragt.
  10. Erst danach fachlich arbeiten
    Frontier, Zielwahl, Coaching, Recall oder Prüfung beginnen erst mit korrekt bestätigtem Lernumfang und Fokus.

5.2 Scope und Fokus

Der Coach muss folgende Begriffe auseinanderhalten:

  • Einstiegskontext: bereits gewähltes Curriculum beziehungsweise Schulform-/Programmpaket;
  • Personalisierung: zum Beispiel Bundesland oder andere Gültigkeitsdimensionen;
  • Lernumfang: die für die lernende Person relevante Teilmenge des Curriculums;
  • Fokus: der aktuell ausgewählte Unterbaum beziehungsweise Lernkorridor, aus dem Frontier und Zieloptionen stammen;
  • aktives Ziel: genau ein vom Backend bestätigtes atomisches Lernziel.

„Mathematik LK“ legt genau das Fach Mathematik und für diesen Fachkurs das Kursprofil LK fest. Es legt nicht automatisch fest, ob der Lernumfang nur Sekundarstufe II oder auch Sekundarstufe I umfassen soll; ebenso wenig bestimmt es G8/G9, Jahrgang oder Phase. Kursprofile werden pro Fach gespeichert, sodass zum Beispiel Mathematik LK und Physik GK gleichzeitig bestehen können. Der Coach muss echte Mehrdeutigkeiten erfragen. Er darf den Fokus aber nicht auf der gesamten Mathematik belassen und anschließend Ziele aus einem nicht bestätigten Lernumfang anbieten.

Die fachliche Semantik muss aus den vom Backend veröffentlichten Programmeinheiten, Optionen, Placements, Kompositionsansichten und Kompetenzbeziehungen stammen. Sprachliche Schlussfolgerungen des Modells sind Vorschläge zur Auswahl einer veröffentlichten Option, niemals eine eigene Curriculumsmutation.

5.3 Begrenzte Fehlerbehandlung

  • Bei einem Konflikt wird der Zustand genau einmal frisch geladen und die aktuelle Absicht erneut geprüft.
  • Bei abgelaufener oder fehlender Lernsession wird zurück zu Lernen starten geführt; eine neue OAuth-Verbindung oder die Eingabe einer SkillPilot-ID ist nicht erforderlich.
  • Bei Authentifizierungs-, Schema-, Speicher- oder wiederholtem Konfliktfehler stoppt der strukturierte Ablauf transparent.
  • Der Coach darf nach einem Fehler keinen Erfolg vermuten, keinen Zustand weiterschreiben und keinen allgemeinen Lernpfad als Ersatz erfinden.

6. Wie die früheren Instructions und Knowledge-Regeln heute und künftig wirken

Eine MCP-App besitzt keine Custom-GPT-Knowledge-Fläche, aus der das Modell automatisch alle früheren Dokumente als dauerhaftes Hintergrundwissen erhält. Das kombinierte Ziel-Plugin bündelt deshalb einen Coach-Skill mit der registrierten MCP-App. Das gewünschte Verhalten wird bewusst auf mehrere Durchsetzungsschichten verteilt:

Zielschicht Aufgabe
dieses Leitdokument und der bewährte Custom-GPT-Korpus menschenlesbare Produktnorm und fachlich-didaktische Migrationsquelle
Plugin-Skill Coachrolle, Didaktik, Dialogzyklus, Toolreihenfolge, Ausgabe- und Stopregeln
kurze MCP-Server-Instruktionen nur wenige über alle Werkzeuge geltende Invarianten
einfache Toolnamen, Beschreibungen und Eingabeschemas dem Modell verständlich machen, wann und wie genau dieses Werkzeug verwendet wird
frische policies und instruction im projizierten Zustand nur im aktuellen Zustand relevante Regeln und nächster Schritt
Backendzustandsmaschine und Guards fachlich und sicherheitlich harte Invarianten
Activation-Evaluation, Acceptance-Szenarien und Tool-Traces getrennt nachweisen, dass der Skill richtig aktiviert wird und das Gesamtsystem richtig handelt

OpenAI beschreibt für Remote-MCP-Werkzeuge, dass Tooldefinitionen dem Modell bereitgestellt werden und das Modell abhängig vom Kontext über Aufrufe entscheidet; Ein- und Ausgaben der Aufrufe werden wiederum Teil des Modellkontexts. Deshalb sind knappe, eindeutige Toolbeschreibungen, LLM-gerechte Schemas und frische zustandsbezogene Ergebnisse Teil des Produktverhaltens und keine bloße technische Dokumentation. Sie ersetzen jedoch keine Backendguards.

Im aktuellen Übergangszustand liegen die Regeln technisch verteilt in:

  • dem noch nicht produktiv aktivierten Quellskill unter ai/openai plugin/skillpilot-coach-v1/skills/skillpilot-coach-v1;
  • OpenAiDeCoachMcpContract.SERVER_INSTRUCTIONS;
  • den Toolverträgen in OpenAiDeCoachMcpContract;
  • den dynamischen Policies und Instruktionen in OpenAiDeCoachContextProjector;
  • den Domainservices, der Zustandsprojektion und ihren Guards.

Die ausführlichen Server-Instruktionen bleiben während des Skill-Piloten als Kompatibilitätsschicht bestehen. Erst nach nachgewiesener Golden-Journey- und Fehlerfallparität werden Coachrolle, Stil und Dialogablauf daraus entfernt. Session-, Zustands- und Fail-closed-Invarianten bleiben dort in kurzer Form; konkrete Aufrufbedingungen verbleiben an den Tools.

Die deutschen Dateien system_instructions.de.md und knowledge_docs/*.de.md unter ai/openai custom gpt bleiben fachlich-didaktische Ausgangsspezifikation. Sie werden nicht zur Laufzeit hochgeladen oder automatisch als MCP-Resource eingelesen. Verwendet werden insbesondere Rolle und Stil, Scaffolding und Feynman-Loop, ungewöhnliche Lösungswege, Mastery-Evidenz, Prüfungsführung und ehrliche Fehlerkommunikation.

Nicht migriert werden startCode, chatSessionToken, redeemStartCode, alte Action-Operations, sichtbare Relaywerte oder modellseitig konstruierte Deep Links. Ihr fachlicher Zweck wird auf die aktuelle OAuth-, learningSessionId-, MCP- und backendgenerierte Linkgrenze abgebildet.

6.1 Ziel für die Regelpflege

Jede produktionsrelevante Coach-Regel benötigt künftig eine stabile Policy-Referenz und eine geschlossene Nachweiskette:

bewährte Quellstelle unter ai/openai custom gpt
  -> menschenlesbare COACH-Policy
  -> wirksame Laufzeitschicht
  -> mindestens ein Acceptance-Szenario
  -> erwartete und verbotene Toolaufrufe
  -> erwarteter Backendzustand
  -> sichtbares Sollverhalten

Eine Regel ist erst vollständig migriert, wenn diese Kette geschlossen ist. Eine monolithische Rieseninstruktion ist ebenso wenig das Ziel wie die Verteilung wichtiger Regeln auf nicht auffindbare Codefragmente. Jede Regel hat genau einen primären Zielort; zusätzliche Defense-in-depth-Orte werden ausdrücklich benannt und nicht als zweite Quelle der Bedeutung behandelt.

7. Verbindliche Verhaltensregeln

Policy-ID Regel
COACH-STATE-001 Der frisch geladene Backendzustand ist die einzige Zustandsautorität.
COACH-SESSION-001 Die aktuelle Lernsession wird unverändert für jeden fachlichen Aufruf verwendet und nie aus OAuth oder älteren Chats abgeleitet.
COACH-INTENT-001 Natürliche mehrteilige Absichten gelten unabhängig von Reihenfolge und Wortlaut fort.
COACH-CONTEXT-001 Vor offenen Fragen wird der bereits bestätigte fachliche Kontext knapp genannt.
COACH-SCOPE-001 Lernumfang und Profil werden vollständig aufgelöst, bevor Frontier oder Ziele angeboten werden.
COACH-FOCUS-001 Zieloptionen stammen ausschließlich aus dem bestätigten aktuellen Fokus; frühere Stufen dürfen nicht hineinlecken.
COACH-MUTATION-001 Pro frischem Zustand wird nur eine aktuell erlaubte Option mutiert; danach wird neu geladen.
COACH-QUESTION-001 Der Coach fragt nur echte Restmehrdeutigkeiten und fasst zusammengehörige offene Angaben möglichst zusammen.
COACH-GOAL-001 Unterricht findet an genau einem bestätigten atomischen Ziel statt.
COACH-MASTERY-001 Mastery folgt der global eindeutigen Lernziel-ID und wird nur nach ausreichender Evidenz gespeichert.
COACH-RECALL-001 Sollantworten werden erst nach Lernendenantworten geladen; jeder Recall-Schritt wird vollständig gespeichert.
COACH-EXAM-001 Prüfung bedeutet wortgetreue Aufgabe, keine Hilfen oder Rückfragen und faire kriteriumsbezogene Bewertung gleichwertiger Wege.
COACH-RESOURCE-001 Fachliche Ressourcen werden nur aus dem frischen Zustand verwendet; der Coach entscheidet allgemein zwischen Erklärung im Chat und einem passenden Cockpit-Deep-Link.
COACH-ERROR-001 Fehlerbehandlung ist begrenzt, wahrheitsgemäß und erzeugt keinen erfundenen Ersatzablauf.
COACH-PRIVACY-001 Technische Identitäten, Geheimnisse und interne IDs bleiben außerhalb sichtbarer Coachantworten.

Diese IDs sind zunächst die stabile Sprache für Dokumentation und Acceptance-Szenarien. Änderungen an ihrer Bedeutung müssen bewusst in diesem Dokument und den zugehörigen Nachweisen nachvollzogen werden.

8. Abstrakte Fehlerklassen

Ein Testergebnis wird zuerst einer allgemeinen Fehlerklasse zugeordnet:

  1. Session/Handoff
    Startnachricht fehlt, falsche oder ältere Session, doppelter Klick, unzuverlässiger Deep Link.
  2. Zustandsprojektion
    Das Backend veröffentlicht nicht genug, widersprüchlichen oder zu großen Kontext.
  3. Intentverständnis
    Eine natürliche Mehrfachangabe wird nur teilweise oder zu wörtlich verstanden.
  4. Scope-Auflösung
    Curriculum, Personalisierung, Fach, Stufe, Profil oder Jahr werden nicht vollständig aufgelöst.
  5. Fokussetzung
    Der sichtbare Unterbaum passt nicht zur bestätigten Absicht.
  6. Toolverständlichkeit
    Name, Beschreibung, Schema oder Ergebnis verleiten das Modell zum falschen Aufruf oder lassen einen notwendigen Aufruf aus.
  7. Orchestrierung
    Mutation, frischer Read und nächste Entscheidung erfolgen in falscher Reihenfolge.
  8. Kontextverlust
    Reload, langer Dialog oder Kompaktierung führt zu altem oder erfundenem Zustand.
  9. Didaktik/Modus
    Coaching, Mastery, Recall oder Prüfung missachten die fachlichen Regeln.
  10. Nutzerkommunikation
    Technische Sprache, unnötige Fragen, fehlende Orientierung oder falsche Erfolgsbehauptungen.

Ein Fix ist nur dann allgemein, wenn er für die Fehlerklasse und weitere Curricula funktioniert. Beispielsweise wird „Hessen, Mathe LK“ nicht durch eine Hessen- oder Mathematik-Sonderregel repariert, sondern durch bessere Intentauflösung, veröffentlichte Programminformation, korrekte Fokusoptionen und den allgemeinen Mutationszyklus.

9. Golden Journeys

Die folgenden Nutzerreisen bilden die minimale Verhaltensbaseline:

GJ-01 – Frischer Start

  • Ausgang: SkillPilot-ID und Curriculum sind in der UI gewählt.
  • Aktion: einmal Lernen starten.
  • Erwartung: neue 24h-Lernsession, neuer Chat, eingetragene Startnachricht, richtiger Appkontext, erster Context-Read.
  • Verboten: zweiter Klick, manuelles Kopieren, allgemeine Lehrplanantwort.

GJ-02 – Natürliche Mehrfachangabe

  • Eingabevarianten: „Hessen, Mathe LK“, „Mathe Leistungskurs in Hessen“, „Ich bin in Hessen in der Oberstufe und habe Mathe LK“.
  • Erwartung: Bundesland, Fach und das fachbezogene Kursprofil werden semantisch korrekt aufgelöst. Nur die dritte Variante löst durch „Oberstufe“ zusätzlich eindeutig Sekundarstufe II auf. Lernstufe, Dauer-/Jahrgangsmodell, Jahr oder Phase bleiben sonst offen und werden gezielt erfragt.
  • Verboten: starre Einzelfragen, Wiederholung bereits beantworteter Fragen, globale Übertragung von LK/GK auf andere Fächer oder ein aus LK/GK abgeleiteter Lernstufenfokus.

GJ-02a – Mehrere fachbezogene Kursprofile

  • Eingabe: „Mathe LK und Physik GK“.
  • Erwartung: Mathematik erhält das Kursprofil LK und Physik das Kursprofil GK. Beide Fächer bleiben ausgewählt; Lernstufe und G8/G9 bleiben unabhängig.
  • Verboten: ein globales Kursprofil, das Überschreiben eines Fachs durch das andere oder die automatische Festlegung auf Sekundarstufe II.

GJ-03 – Korrekte Orientierung und Fokus

  • Erwartung: bestätigter Kontext wird knapp genannt; Zieloptionen stammen ausschließlich aus dem passenden fokussierten Unterbaum.
  • Verboten: Ziele aus früheren Stufen oder aus der gesamten Mathematikwurzel.

GJ-04 – Normaler Coachingzyklus

  • Erwartung: ein aktives atomisches Ziel, Diagnose des Vorwissens, kleine Hinweise, selbstständige Arbeit, Transfer, faire Rekonstruktion alternativer Wege und Mastery erst nach ausreichender Evidenz.
  • Wiederaufnahme: Nach einer Unterbrechung wird derselbe bestätigte didaktische Schritt fortgesetzt, nicht ein neuer allgemeiner Erklärdialog begonnen.

GJ-05 – Verified Recall

  • Erwartung: vollständiger Batch, Antwort der lernenden Person vor Sollantwort, fachlich äquivalente Formulierungen, jede Karte gespeichert, keine zusätzliche manuelle Mastery.

GJ-06 – Prüfung

  • Erwartung: unveränderte Aufgabe, keine Hilfe oder Nachfrage, Auswertung erst nach vollständiger Abgabe, Teilpunkte nach Raster, gleichwertige Lösungswege anerkannt.

GJ-07 – Langdialog und Rehydration

  • Ausgang: mindestens 10 bis 20 Dialogzüge, Nebenthema, Reload oder simulierter Kontextdruck.
  • Erwartung: derselbe Backendlernzustand wird mit der noch gültigen Lernsession frisch geladen; keine alte Option wird mutiert.

GJ-08 – Ablauf und Neustart

  • Ausgang: abgelaufene oder widerrufene Lernsession.
  • Erwartung: klarer Weg zu Lernen starten; der nächste UI-Start erzeugt eine neue Session.
  • Verboten: Aufforderung zur Eingabe einer SkillPilot-ID, eines Tokens oder zu einer unnötigen OAuth-Neuverbindung.

GJ-09 – Parallele Lernende und Chats

  • Erwartung: unterschiedliche UI-Starts und SkillPilot-IDs bleiben strikt getrennt; jede Session sieht und mutiert nur ihren zugeordneten Lernzustand.

GJ-10 – Andere Curricula

  • Erwartung: derselbe allgemeine Entscheidungszyklus funktioniert ohne schul-, bundesland-, fach- oder zielbezogene Code-Sonderregel.

GJ-11 – Ressourcen und Cockpit-Grenze

  • Erwartung: Der Coach nutzt nur Ressourcen des frischen Zustands und entscheidet anhand allgemeiner fachlicher Regeln, ob eine Erklärung im Chat genügt oder eine Visualisierung beziehungsweise Interaktion im Cockpit sinnvoll ist.
  • Verboten: erfundene Ressource, veralteter Deep-Link, Chat-Ersatz für eine notwendige Cockpit-Interaktion oder unnötiger Cockpit-Wechsel.

10. Acceptance- und Evidenzstrategie

10.1 Testpyramide

  1. Deterministische Vertragstests
    Toolkatalog, einfache Schemas, Sessionpflicht, Scopes, sichere Projektion und Fehlergrenzen.
  2. Zustands- und Workflowtests ohne LLM
    Vollständige Backendfolgen von Einstieg über Scope/Fokus bis Coaching, Recall oder Prüfung.
  3. MCP-Protokolltests
    Initialisierung, Toolauflufe, Fehlerresultate und frischer Folgezustand.
  4. Model-in-the-loop-Goldensuite
    Reale App, fixiertes Backendfixture, mehrere natürliche Paraphrasen, aufgezeichnete Toolspur und sichtbare Qualitätsrubrik.
  5. Langdialog- und Kompaktierungstests
    Rehydration, Reload, parallele Chats, Ablauf, Retry und Provideränderungen.

10.2 Objektive Evidenz

Die Aussage des Modells, es habe etwas geladen oder gespeichert, ist kein Nachweis. Maßgeblich sind:

  • tatsächliche Toolaufrufe und ihre Reihenfolge;
  • erwartete und verbotene Aufrufe;
  • Backendzustand vor und nach jedem Schritt;
  • Session- und Scope-Trennung;
  • sichtbare Antwort anhand einer kleinen fachlichen Rubrik;
  • Build-, App- und Vertragsversion des Tests.

Server-verifizierbare Werte und Logs haben Vorrang vor Modellselbstauskunft.

10.3 Harte Gates

  • 100 % korrekter Backendendzustand in den freigegebenen Golden Journeys;
  • 100 % korrekter Scope und Fokus;
  • keine unerlaubte Mutation;
  • keine Vermischung paralleler Sessions oder Lernender;
  • keine Geheimnis- oder Identitätslecks;
  • keine Regression der globalen Lernziel-/Mastery-Semantik.

10.4 Qualitätsziele

  • mindestens drei semantisch verschiedene Formulierungen pro zentraler Nutzerabsicht;
  • mindestens 95 % erfolgreiche reale Dialogläufe je freigegebenem Szenario;
  • höchstens eine nachweislich unnötige Rückfrage;
  • keine wiederholte bereits beantwortete Frage;
  • keine sichtbare technische API-Sprache;
  • gleiche fachliche Qualität nach kurzem und langem Dialog.

11. Testprotokoll für die schrittweise Erprobung

Jeder manuelle Test soll kompakt mit demselben Schema festgehalten werden:

Feld Inhalt
Test-ID und Golden Journey zum Beispiel GJ-02 / INTENT-003
Datum und Umgebung lokal, Staging oder Produktion
Git-SHA, Build-, App- und Vertragsversion reproduzierbare technische Basis
Lernfixture Curriculum, SkillPilot-ID pseudonymisiert, relevanter Vorzustand
Startart und Lernsession neuer UI-Start, Wiederaufnahme, Reload oder Ablauf
Nutzereingaben wortgetreu, einschließlich Reihenfolge
erwartete Auflösung bestätigter Kontext, offene Angaben, Scope und Fokus
erwartete/unerlaubte Toolspur als Teilordnung, nicht unnötig auf einen einzigen Modellplan verengt
tatsächliche Toolspur aus Telemetrie beziehungsweise Serverlog
erwarteter/tatsächlicher Backendzustand vor und nach den Mutationen
sichtbares Ergebnis fachliche und kommunikative Bewertung
Fehlerklasse und betroffene Policy-IDs aus Abschnitt 7 und 8
allgemeiner Fix, Retest, Status kein Einzelfallpatch

Wiederholte Screenshots und Logs gehören in ein passendes QA-Artefakt oder Issue; dieses Leitdokument bleibt die stabile Gesamtaufgabe und wird nicht zum ungeordneten Logbuch.

12. Arbeitsprogramm

Phase A – Baseline und Regeltrace

  • die wichtigsten erfolgreichen früheren Custom-GPT-Dialoge als Golden Journeys sichern;
  • jede bindende frühere Regel einer Policy-ID, Laufzeitschicht und einem Test zuordnen;
  • klar markieren, welche Aussagen nur technische Zuordnung und welche nachgewiesene Verhaltensparität bedeuten.

Phase B – Einstieg, Scope und Fokus

  • den einmaligen UI-Start regressionssicher machen;
  • bestätigten Kontext und offene Angaben vollständig projizieren;
  • natürliche mehrteilige Absichten allgemein auflösen;
  • korrekten Lernumfang und Fokus vor jeder Zielauswahl sicherstellen.

Phase C – Normaler Lernzyklus

  • Zielwahl, Erklären, Üben, Lösungsauswertung, Ressourcen, Fortschritt und Mastery Ende-zu-Ende abnehmen;
  • alternative korrekte Lösungswege und explizite Aufgabenanforderungen regressionssicher prüfen.

Phase D – Recall und Prüfung

  • modellseitige Regeln, Backendguards und sichtbare Abläufe zusammen abnehmen;
  • keine grüne Freigabe allein aufgrund vorhandener Tools oder Unit-Tests.

Phase E – Resilienz

  • Reload, langer Dialog, Kompaktierung, parallele Sessions, Ablauf, Backendneustart und Provideränderungen testen;
  • alte Conversation-Information nie über den frischen Backendzustand stellen.

Phase F – Produktreife und weitere Interaktionssprachen

  • unnötige technische Reibung und sichtbare Zwischenzustände entfernen;
  • optionale UI nur dort ergänzen, wo sie Bedienung oder Integrität messbar verbessert;
  • Englisch und jede weitere freigegebene Interaktionssprache nach stabiler deutscher Verhaltensbaseline im selben V1-Vertrag mit eigenen Acceptance- Fällen freigeben.

13. Aktueller ehrlicher Stand

Bereich Stand
Spring-MCP-Transport und Toolkatalog technisch implementiert
OAuth-Appbindung und explizite 24h-Lernsession technisch implementiert; produktive Regression weiter beobachten
Zuordnung der früheren Knowledge-Regeln dokumentiert und technisch verteilt
einmaliger Start aus der SkillPilot-UI zuletzt erfolgreich getestet; dauerhaftes Regression-Gate noch erforderlich
natürlicher mehrteiliger Einstieg teilweise funktionsfähig
Scope- und Fokusauflösung noch nicht allgemein zuverlässig
normaler Coachingzyklus in realen Dialogen weiter abzunehmen
Verified Recall und Prüfung Verträge vorhanden; reales Modellverhalten nicht vollständig abgenommen
Reload, Langdialog und Kompaktierung noch nicht ausreichend nachgewiesen
Endnutzer-Verhaltensparität zum früheren Coach offen

Dieser Stand darf nur durch nachvollziehbare Evidenz hochgestuft werden.

14. Was ausdrücklich nicht getan wird

  • keine Änderung der globalen Lernziel- oder Mastery-Semantik zur Reparatur eines Coachdialogs;
  • keine Hessen-, Mathematik-, LK-, Jahrgangs- oder Lernziel-Sonderlogik als Ersatz für allgemeine Scope-/Fokusauflösung;
  • keine 1:1-Nachbildung alter HTTP-Methoden, wenn der Nutzerworkflow anders vollständig und sicher funktioniert;
  • keine Verhaltenssteuerung über die sichtbare Appbeschreibung;
  • kein Vertrauen auf implizite Modellmemory als dauerhafte Zustandsquelle;
  • keine Behauptung vollständiger Migration allein aufgrund grüner Vertragstests;
  • keine optionale Widget-UI als Ausrede für einen unvollständigen data-only Dialog.

15. Definition of Done

Die große Aufgabe ist abgeschlossen, wenn:

  1. alle Golden Journeys die harten Gates erfüllen;
  2. jede normative Regel eine geschlossene Traceability-Kette besitzt;
  3. mehrere Curricula und natürliche Mehrfachangaben ohne Sondercode funktionieren;
  4. Scope und Fokus vor jeder Frontier-/Zielausgabe korrekt sind;
  5. normaler Unterricht, Mastery, Recall und Prüfung fachlich abgenommen sind;
  6. Reload, lange Dialoge, Kompaktierung und parallele Sessions keinen Lernzustand verlieren oder vermischen;
  7. der Einstieg ohne manuelle technische Werte und mit einem Klick funktioniert;
  8. die sichtbare Nutzerkommunikation mindestens die Qualitätsziele erfüllt;
  9. CI, reale Provider-Tests, Telemetrie und Rollback gemeinsam grün sind;
  10. der frühere Custom-GPT-Coach nur noch als historische Baseline und Rollbackquelle benötigt wird, nicht als fehlende Verhaltensschicht.

16. Fortsetzung in einem neuen Chat

Der folgende Text kann als Übergabe in einen neuen Codex-Chat kopiert werden:

Arbeite im Repository /home/enpasos/projects/skillpilot an der großen Aufgabe
„Verhaltensintegration des MCP-Lerncoaches“.

Lies zuerst vollständig:
1. AGENTS.md
2. docs/concept/runtime-workflows/openai-mcp-coach-behavioral-integration.md
3. docs/concept/runtime-workflows/openai-mcp-coach-knowledge-parity.md
4. docs/concept/runtime-workflows/openai-mcp-coach-migration-plan.md
5. für Auth/Session nur bei Bedarf:
   docs/concept/runtime-workflows/openai-mcp-oauth-learner-session-architecture.md

Wichtig:
- Technisch vorhandene Tools oder zugeordnete Knowledge-Regeln bedeuten noch
  keine Endnutzer-Verhaltensparität.
- Der Backendzustand ist autoritativ.
- Lernziel-IDs sind global eindeutig; verändere nicht die Mastery-Semantik.
- Repariere allgemeine Mechanismen für Intent, Scope, Fokus,
  Zustandsprojektion und Orchestrierung; baue keine Curriculum-Sonderfälle.
- Nach jeder Mutation muss der frische Zustand geladen werden.
- Bewerte ein Ergebnis anhand von Toolspur, Backendzustand und sichtbarer
  Antwort, nicht anhand der Selbstauskunft des Modells.

Aktueller Test beziehungsweise Fehler:
<hier Screenshot, Eingaben, Logs, Git-SHA und erwartetes Verhalten einsetzen>

Ordne den Fehler zuerst einer Fehlerklasse und den Policy-IDs des
Leitdokuments zu. Vergleiche bei Bedarf mit dem früheren Custom-GPT-Verhalten.
Diagnostiziere die allgemeine Ursache, implementiere nur die engste allgemeine
Korrektur und führe passende deterministische sowie reale Acceptance-Tests
durch. Dokumentiere anschließend, was bewiesen ist und was noch offen bleibt.

17. Referenzen

  • OpenAI: Plugin-Architektur
  • OpenAI: Skills bauen
  • OpenAI: Connectors and remote MCP servers
  • ai/openai custom gpt/system_instructions.de.md
  • ai/openai custom gpt/knowledge_docs/
  • ai/openai-custom-gpt-visible-session/de/system_instructions.md
  • ai/openai-custom-gpt-visible-session/de/knowledge_docs/
  • backend/src/main/java/com/skillpilot/backend/openai/mcp/de/OpenAiDeCoachMcpContract.java
  • backend/src/main/java/com/skillpilot/backend/openai/mcp/de/OpenAiDeCoachContextProjector.java